Sanierung des Betriebsgeländes des ehemaligen Straßenbauhofes in Inzell

Zeitlicher Ablauf:

- Dez. 2003:
Orientierende Erkundung von Boden und Bausubstanz auf dem Areal des ehemaligen Straßenbauhofes in Inzell inkl. Asbestbegehung
- Jan. 2004:
Kostenschätzung für Separierung und Entsorgung belasteter Böden und Bausubstanz
- Mai 2004:
Berechnung belasteter Aushubkubaturen und resultierender Kosten für verschiedene Bauvarianten
- Feb. 2005:
Baugrund- und Gründungsgutachten für geplante Seniorenresidenz
- April 2005:
Konzept zum geordneten Rückbau des ehemaligen Straßenbauhofes
- Mai 2005:
Mitarbeit an Auschreibung der Separierungs- und Entsorgungsleistungen
- Juni bis
Sept. 2005
Bauleitung und Überwachung der Abbruch- und Erdarbeiten
- Nov. 2005:
Abschlußbericht zu Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen

 

Eckdaten zum Grundstück und Gebäuderückbau:

- Grundstücksgröße ca. 1,25 ha.
- Rückbau von neun Gebäuden inkl. Betriebseinrichtungen (z. B. Betriebstankstelle, Leichtflüssigkeitsabscheider, Abfallboxen, etc.) aus den Jahren 1944 bis 1977 mit einem BRI von rund 17.500 m³ auf einer Grundfläche von insgesamt rund 3.000 m².

Separierungsleistungen beim Rückbau:

- Abtrennung teerhaltige Bodenplatten, Gußasphalt und Feuchtigkeitssperren (ca. 480 m²)
- Abtrennung mineralölverunreinigte Betonbodenplatten (mechanischer Abtrag bis max. 6 cm Tiefe; ca. 1.130 m²)
- Abtrennung mineralölverunreinigte Betonbodenplatten (vollständiger Ausbau; ca. 1.060 m²)
- Ausbau teerhaltiger Feuchtigkeitssperren und Dachpappen
(ca. 2.450 m²)
- Ausbau teerhaltiger Korkisolierungen und Dampfsperren
(ca. 250 m²)
- Abtrag teerhaltiger Schwarzdecken (ca. 3.900 m²)
- Ausbau A IV-Holz (ca. 27 t)
- Abbau diverser asbesthaltiger Bauteile (Verkleidungspappen, Flansche, Brandschutztüren, Welleternitplatten und -kanäle)

Hier einige Fotos zum Projekt:

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Eckdaten zur Bodensanierung:

- Aushub von Auffüllmaterial und verunreinigten Böden auf einer Gesamtfläche von 8.540 m².
- Die Aushubkubatur betrug insgesamt rund 3.800 m³.
- Das Aushubmaterial bestand überwiegend aus Auffüllungen (kiesig bis bindig), untergeordnet aus holozänen Deckschichten (bindige Sande und Schluffe) und pleistozänen Karbonatschotter (bindige Kiese)
- Hauptkontamination im Boden waren PAK (bis > Z2 gem. LAGA) und MKW.
- Der Untergrund bestand überwiegend aus Auffüllungen i. d. R. bis max. 1,0 m u. GOK (Ausnahme: u. a. Tanks, LFA), darunter holozäne, bindige Deckschichten in stark wechselnden Mächtigkeiten bis max. 2,3 m u. GOK über bindigen Karbonatschottern.
- Inhomogene, gespannte Grundwasserverhältnisse unter holozänen Deckschichten, Grundwasserstände bis 1,9 m u. GOK im Vorfeld der Baumaßnahmen gemessen, bei hohen Wasserständen zwischen 0,2 und 0,9 m u. GOK.