Sanierung des Betriebsgeländes der ehemaligen Verzinkerei Schörg in Fürstenfeldbruck


Zeitlicher Ablauf:

- Nov. 1995:
Untersuchung von Boden und Grundwasser (ergänzend zu bereits vorliegenden Untersuchungsergebnissen von Vorgutachtern).
- Feb. 1996:
Detailerkundung des Untergrundes in ausgewählten Bereichen der Produktionshalle und der Freiflächen mit Schätzung der Kubaturen unter Einbeziehung der Ergebnisse von Vorgutachtern.
- März 1996:
Durchführung von hydrochemischen Pumpversuchen an vorhandenen Grundwasserpegeln.
- April 1996:
Prüfung der und Stellungnahme zu den Ergebnissen von Boden- und Grundwasseruntersuchungen sowie einer Kubaturschätzung eines Fremdgutachters.
- Mai 1996:
Detailuntersuchung einer auf dem Betriebsgelände gelegenen ehemaligen Kiesgrube.
- Dez. 1997:
Stellungnahme zur Eignung der Grundwassermeßstelle eines Fremdgutachters für die Ermittlung der Grundwasserbeschaffenheit.
- Mai 1998:
 Ermittlung belasteter Bodenkubaturen und Kostenschätzung für verschiedene Bodensanierungsvarianten unter Berücksichtigung der geplanten Folgenutzung des Käufers und der Auflagen der Überwachungsbehörden.
- Juli 1998:
Orientierende Untersuchung der Bausubstanz im Vorfeld des Gebäuderückbaues der Produktionshalle.
- Aug.  bis
Okt. 1998:
Auschreibung der Abbruch-, Aushub- und Entsorgungsleistungen.
- Sept. 1998: Ergänzende Erkundung des Mauerwerks im Umfeld der Behandlungsbecken.
- Nov. 1998: Beginn der Rückbau- und Bodensanierungsarbeiten.
- Feb. 1999: 1. Zwischenbericht zu Abbruch und Sanierung des Werksgeländes der Verzinkerei.
- April 1999: 2. Zwischenbericht zu Abbruch und Sanierung des Werksgeländes der Verzinkerei.
- Juli 1999: Abschluß der Rückbau- und Bodensanierungsarbeiten mit fristgerechter Übergabe an den Grundstückskäufer.
- Aug. 1999: Abschlußdokumentation zu den Rückbau-, Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen.

 

 

Hier einige Fotos zum Projekt:

 

 

 

 

 

 

 

Eckdaten zum Grundstück und Gebäuderückbau:

- Grundstücksgröße ca. 45.000 m².
- Rückbau einer Verzinkereihalle mit Schwarzmateriallager, Behandlungsbecken, Abtropf- und Trockenbecken, Verzinkereibecken und Weißmateriallager inkl. eines ca. 45 m hohen Abgas-/Abluftkamines sowie einer Sandstrahl- und Farblackierhalle (Baujahr 1970 bis 1989) mit einem Bruttorauminhalt BRI insgesamt: ca. 97.000 m³.
- Händische Reinigungsarbeiten mit Industriesaugern zur Minimierung der Bausubstanzbelastungen durch staubförmiges Zink im Vorfeld des Hallenrückbaues (insg. ca. 13 m³ Zinkstaub !).
- Separierung von teerhaltigen Dachpappen, Schwarzdecken, Feuchtesperren und Gußasphalt.
- Abfräsen zinkverunreinigter Betonböden (ca. 6.100 m²).
- Sparierung mit Zink, Chlorid und Ammonium verunreinigter Baustoffe (Fliesen, Betonböden und Wände).
- Ausbau asbesthaltiger Abwasserleitungen.

 

 

Eckdaten zur Bodensanierung:

- Aushub von insgesamt 30.200 m³ bzw. etwa 60.400 t Auffüllmaterial und verunreinigte natürliche Böden.
- Max. Aushubtiefe ca. 10 m (in ehem. Kiesgrube) und 7,5 m (unter Behandlungsbecken).
- Aushubmaterial bestehend aus Auffüllungen einer ehemaligen Kiesgrube (ca. 25.000 t Auffüllmaterial), teils bindige bis kiesige Auffüllungen von Frei- und Lagerflächen, teils verunreinigte quartäre Karbonatschotter aus dem Untergrund der Gebäude.
- Verunreinigung des Aushubmaterials überwiegend durch Zink (Feststoff und Eluat bis > Z2 gem. LAGA), Chlorid, untergeordnet andere Schwermetalle (Cadmium, selten Blei und Quecksilber)